So ein Umzug bringt immer starke Veränderungen im Alltag mit sich. Vor allem dann, wenn es in eine solch große Stadt wie Köln geht. Die Kölner zeichnen einige Eigenheiten aus, die Du als Neu-Kölner oder Neu-Kölnerin zwingend kennen solltest. Alles Wissenswerte zum Ankommen in Köln haben wir Dir hier zusammengestellt:


Das macht den Kölner aus

 

Um in Köln so richtig heimisch zu werden, solltest Du einige Punkte unbedingt beachten. Einer davon ist für Dich und Deinen Alltag sogar äußerst positiv: Kölner lieben Schokolade! 200 Kilogramm von dem süßen Gold fließen durch einen Schokobrunnen im Kölner Schokoladenmuseum – und jeder darf probieren. Ein echter Insidertipp, den nur wahre Kölner kennen!

Beim Besuch des Doms in Köln darfst Du Dich nicht wundern, wenn ein Wachmann sich Dir in den Weg stellt – der Heinrich-Böll-Platz in unmittelbarer Umgebung von Kölns Wahrzeichen beherbergt unter sich die Kölner Philharmonie. Deshalb wird der Platz bei Proben regelmäßig gesperrt – Schritte stören das sehr feine Gehör der Musiker. Für einen Kölner ist dieses schon seit 18 Jahren durchgeführte Procedere längst Tradition. Genauso solltest Du es auch sehen, wenn Du Dich in Köln richtig eingliedern möchtest.

 

Das macht den Kölner gerade NICHT aus

Umgekehrt gibt es verschiedene Dinge, die Du als Neu-Kölner unbedingt vermeiden musst: In der fünften Jahreszeit, wenn ganz Köln „jeck“ ist und Karneval feiert, darfst Du niemals „Helau“ rufen! Das tun nur Mainzer oder, noch schlimmer, Düsseldorfer. Stattdessen ist Dein künftiger Standardruf „Kölle Alaaf“. Das leitet sich übrigens aus dem Lateinischen ab und bedeutet übersetzt „Köln über alles“.

Besser unterlassen solltest Du auch das Bestellen von Kölsch direkt beim Kellner. In Köln funktioniert das anders: Du rufst nach dem Kellner als „Köbes“, er bringt einen Kranz Kölsch auf den Tisch. Und dieser Kranz wird so lange ersetzt, bis Du einen Bierdeckel auf Dein Glas legst. Der Kölner setzt da voll und ganz auf intuitive Kommunikation.

 

Mit Kölner Hilfe in der Stadt ankommen

Um das Ankommen in Köln zu erleichtern, existieren in Köln zwei Agenturen. Der „relocation service“ unterstützt Neu-Kölner bei Wohnungssuche und Umzug. Die „Rheinland Agentur“ veranstaltet regelmäßig Führungen durch bedeutende Teile und Gebäude Kölns. Das soll dazu führen, dass Neu-Kölner ihre Stadt schnell kennenlernen. Denn laut Claudia Heithorst, der Besitzerin der beiden Agenturen, musst Du Dich in Köln auskennen und wohlfühlen, um schnell neue Freunde zu finden.Gerade die heute genutzte Zeit in sozialen Medien wie Facebook kann das Zurechtkommen dabei erschweren. Besser sei laut Heithorst, sich gerne auch spontan in Kneipen oder Restaurants zu treffen und auch nach Feierabend unter Leute zu kommen. Ihre beiden Agenturen sind dafür hilfreiche Wegbereiter.

Spielevent in Köln für neue und „alte“ Kölner

Ein extra für das Kennenlernen entwickeltes Event ist das sogenannte „Socialmatch“. Dazu trifft man sich abends in Köln in einer Bar mit 9 weiteren Unbekannten und einem Spieleiter zum gemeinsamen Spielen. Das Besondere dabei: Es werden den Spielern mithilfe von Spielkarten Fragen gestellt, die im Regelfall alle betreffen und von allen beantwortet werden müssen. Alle Spieler müssen sich dann z. B. folgender Frage stellen: Würdest du einen gefundenen Geldkoffer bei der Polizei abgeben?“ oder „Hältst du dich für schlauer als deinen rechten Mitspieler? Anschließend muss der Spieler, der an der Reihe ist, die Anzahl der Ja’s tippen. Wenn er richtig tippt, bekomm er entsprechende Punkte. Gespielt wird so lange, bis einer der Spieler eine bestimmte Punktzahl erreicht hat. Da es eine Vielzahl verschiedener Aufgabentypen gibt, kommt keine Langeweile auf. Ganz im Gegenteil: Die Stimmung wird schnell locker und im Regelfall sitzen die Kölner – egal ob neu oder alteingesessen – noch lange nach dem Spiel zusammen. Das Social Match findet einmal im Monat statt, und das für drei unterschiedliche Altersgruppen. Du kannst Dir also sicher sein, auf Mitspieler Deiner Generation zu treffen, die neue Freunde in Köln finden möchten.

 

Der Kölner IMI-Stammtisch

Ausschließlich für diejenigen, die neu in Köln sind, gibt es einen Stammtisch, namens IMI-Stammtisch. Die Spezialität hier: Alt-Kölner sind ausgeschlossen, sodass man davon ausgehen kann, dass hier ein hohes Maß an Offenheit für neue Freundschaften besteht. Was, Du bist neu in Köln und weißt nicht was die Abkürzung „IMI“ bedeutet? Da helfen wir Dir gerne auf die Sprünge. Es ist so: Echte Kölner gehen nämlich davon aus, dass jegliche kölsche Attitüde – wenn nicht von Geburt an vorhanden – nur imitiert werden kann. Und so wird jeder, der zwar in Köln wohnt, aber nicht dort geboren ist, als „Imi“ bezeichnet. Und deswegen gibt es auch einen Imi-Stammtisch. Skurril, oder? Ideal jedenfalls für Dich, um in Kontakt mit anderen „Imis“ zu kommen!

 

Beim Stammtisch in Köln neue Kontakte knüpfen

Stammtische sind in Köln generell eine gute Idee, um neue Kontakte zu knüpfen. Nicht nur der IMI-Stammtisch nämlich richtet sich an Zugezogene im Rheinland, sondern auch die Facebook-Gruppe „Neu in Köln“. Über sie werden regelmäßig Treffen für neu nach Köln Gezogene veranstaltet. In einer Kneipe wird bei einer Runde Kölsch gequatscht und Erfahrungen ausgetauscht. Der Einstieg ins Berufsleben, die letzten Uni-Jahre, die Probleme, in Köln neue Freunde zu finden. Alle finden sich wieder in den Gesprächen, die ihre eigenen Erfahrungen thematisieren. Schnell entsteht so eine gemeinsame Basis. In den vergangenen Jahren sind bei diesen Stammtischen Beziehungen und echte Freundschaften entstanden. Viele kommen regelmäßig. Andere halten die dort geknüpften Verbindungen für eher oberflächlich. Jeder jedoch verbringt einen interessanten Abend und lernt Köln von einer neuen Seite kennen. Die Facebook-Seite findest Du ganz einfach über die Suchfunktion und die Schlagworte „Neu in Köln“.

 

Köln im Internet entdecken

An hilfreiche Kontakte zum Ankommen in Köln kommst Du heute ganz einfach im Netz. So bietet new-in –the-city dem geneigten Leser eine ganze Reihe von Websites, die geradezu prädestiniert sind für Leute, die neu in Köln sind. Die Seite verweist z. B. auf Amnesty International Köln oder die Deutsch-Japanische-Sportgesellschaft in Köln. Hier lernst Du dann zwangsläufig neue und „alte“ Kölner kennen. Und wenn es gut läuft – im Sinne der Überschrift – entwickelt sich bestimmt die ein oder andere Freundschaft, wenn man neu in Köln ist.

Kochen mit neuen oder alten Kölnern

Das kann man z. B. beim jumpingdinner. Alle drei Wochen findet das Kennenlern-Event mit dem kulinarischen Anstrich in Köln statt. Dabei kochst Du gemeinsam mit einem Überraschungs-Kochpartner einen einzelnen Gang eines 3-Gänge Menüs. Die beiden weiteren Gänge genießt Du in einer fremden Wohnung, dann kochen andere Teilnehmer für Dich. Bei jedem Gang trifft man auf 4 Unbekannte aus Köln. Und nicht nur das: Die neu geknüpften Kontakte können im Anschluss noch vertieft werden: Beim Abschluss-Come-Together in einer Bar in Köln.

Wer weitere Informationen zum jumpingdinner haben will, wird hier fündig.