Heute widme ich mich dem Thema, warum zusammen kochen ein gewisses Glücksgefühl in uns erzeugt. Wer kennt das nicht angelehnt an den Slogan „Video rein- Alltag raus!“: „Zutaten auf den Tisch, Alltagsstress adé!“ Jetzt noch ein bisschen Musik im Hintergrund, dem Freund oder Freundin mit einem Glas Wein zugeprostet, und der angenehme Teil des Tages kann starten.

Foto: Heiko-Stuckmann / pixelio.de

Aber zusammen kochen strengt doch auch an!

Obwohl zusammen kochen auch Arbeit ist, scheint es uns zu entspannen. Natürlich nur, wenn es in oben beschriebener Art und Weise geschieht. Grossküchen und schnelles Braten von Fischstäbchen für die „lieben Kleinen“ seien hier selbstverständlich ausgenommen.

Woran liegt das? Meiner Erfahrung nach: Die Vorfreude auf das Ergebnis, das entspannte Plaudern nebenbei, die entspannende Wirkung des Weins. Steht das zusammen kochen sogar unter dem Stern eines Dates, ist die Entspannung vorprogrammiert. Es sei denn, die Beteiligten merken, dass zu viele Köche – in diesem Fall 2 – die Suppe versalzen. Da hilft dann auch die romantische Hintergrundmusik plus einem guten Glas Wein nichts. Es sei denn, der Alkohol wird literweise zugeführt, wovon ich aber dringend abraten würde! Dann doch lieber ein kurzes Koch-Ende mit Schrecken als ein schreckliches Kochen ohne Ende.

Was sagt die Forschung zu dem Thema „zusammen kochen“?

Vielleicht nicht super seriös, aber im Ergebnis doch gleich, kommt auch die Happiness Studie des Coca-Cola Happiness Instituts zu dem gleichen Ergebnis der eben gemachten Ausführungen: Das Ergebnis vom zusammen kochen ist das gemeinsamen Essen und das macht glücklich! So gaben zwei von drei befragten Personen an, dass ein gemeinsames Essen in entsprechender Gesellschaft einen großen Beitrag zu ihrem Wohlbefinden und persönlichem Glück darstellt.

Nun könnte man sagen, Ende gut, alles gut! Dem ist aber leider nicht so: So geht der Trend im Allgemeinen dazu über: Nicht selber zu kochen und Fast Food zu „genießen“. Außerdem werden die Mahlzeiten in Deutschland nicht mehr geteilt. Was einst beim Abendbrot an deutschen Tischen oder in den Wohnküchen stattgefunden hat und in vielen südländischen Regionen heute noch fester Bestandteil der Essenskultur ist, hat sich hierzulande zu einer „Mein Teller-Mentalität“ entwickelt. Blogger und Guerilla-Köche sehen die Gründe dafür in der stark industrialisierten Gesellschaft. Heute gilt: Wir haben kaum mehr Zeit, um täglich selbst – geschweige denn zusammen – zu kochen und in Ruhe zu essen, oder wir nehmen sie uns nicht.

Deswegen mein Aufruf: Holt die verstaubten Teller und Kochtöpfe aus den Schränken und kocht euch glücklich! Und wie so oft gilt natürlich auch hier: Zu zweit ist alles schöner. Also wenn es geht: Möglichst zusammen kochen!